Trainer*innen-Ausbildung

Zielsetzung

Die Ausbildung qualifiziert zur professionellen Durchführung von Betzavta-Seminaren in unterschiedlichen institutionellen Kontexten.

Im Zentrum steht die vertiefte Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen des Ansatzes sowie die sichere Anwendung der Dilemma-Methode in komplexen Gruppensituationen.

Die Ausbildung verbindet:

  • theoretische Fundierung
  • methodische Präzision
  • Selbsterfahrung
  • angeleitete Praxis
  • reflektierte Prozessanalyse

Ziel ist die Entwicklung einer professionellen Haltung, die demokratische Lernprozesse verantwortungsvoll begleitet.


Theoretischer Rahmen

Betzavta basiert auf einem demokratietheoretischen Verständnis von Gleichwertigkeit und Teilhabe.

Im Mittelpunkt stehen Fragen nach:

  • Macht und Entscheidungsstrukturen
  • Mehrheits- und Minderheitenpositionen
  • Freiheit und Gleichheit
  • struktureller Ausgrenzung
  • demokratischer Konfliktbearbeitung

Die Ausbildung vermittelt die konzeptionellen Grundlagen und ordnet die Methode in aktuelle demokratietheoretische und bildungswissenschaftliche Diskurse ein.


Methodische Schwerpunkte

Ein zentraler Bestandteil der Ausbildung ist die Arbeit mit der Dilemma-Methode.

Diese erfordert:

  • die präzise Analyse von Entscheidungssituationen
  • das Offenlegen impliziter Machtverhältnisse
  • die strukturierte Moderation von Konflikten
  • die Fähigkeit, Spannungen auszuhalten und produktiv zu bearbeiten

Die Teilnehmenden erproben die Moderation einzelner Sequenzen, reflektieren ihre Rolle und erhalten kollegiales sowie fachliches Feedback.


Struktur und Umfang

Die Ausbildung ist modular aufgebaut und umfasst in der Regel:

  • zwei aufeinander aufbauende einwöchige Ausbildungsblöcke
  • Praxisphasen zwischen den Modulen
  • Hospitation oder Co-Moderation
  • kollegiale Beratung
  • eine abschließende Reflexions- und Zertifizierungsphase

Die Module verbinden Input, Übung, Analyse und Transfer.


Anforderungen

Vorausgesetzt werden:

  • Erfahrung in der Bildungs-, Trainings- oder Moderationsarbeit
  • Bereitschaft zur vertieften Selbstreflexion
  • Interesse an demokratietheoretischen Fragestellungen
  • Offenheit für intensive Gruppenprozesse
  • Teilnahme an 5 Seminartagen im Basisseminar

Die Ausbildung ist keine Einführung in Moderationstechniken, sondern eine Spezialisierung im Feld demokratischer Prozessarbeit.


Qualitätssicherung

Die Ausbildungsstandards orientieren sich an den konzeptionellen Grundlagen von Betzavta sowie an den Qualitätskriterien professioneller politischer Bildungsarbeit.

Qualität wird gewährleistet durch:

  • kontinuierliche Weiterentwicklung des Konzepts
  • Informationen zur Betzavta-Trainer*innen-Ausbildung und kommenden Terminen.
  • verbindliche Curricula
  • dokumentierte Praxisphasen
  • fachliche Begleitung